Kunstprogramm «Kunst im Spital»

Ein lebendiges, ganzheitliches und transformatives Kunstprogramm für das Luzerner Kantonsspital

(Auszug aus dem Kunstkonzept «Kunst im Spital» für das Luzerner Kantonsspital)

Im Luzerner Kantonsspital (LUKS) besteht mit «Kunst im Spital» seit 2013 ein wegweisendes Kunstprogamm, welches Kunst, Gesundheitswesen und öffentlichen Raum auf innovative Weise verbindet. Entwickelt im Duo von den beiden erfahrenen Künstler Wetz und Silas Kreienbühl (z.B. KKLB – Kunst und Kultur im Landessender Beromünster), verbindet das Konzept künstlerische Qualität mit praktischer Umsetzbarkeit im Klinikalltag. Dabei gehen wir bewusst über traditionelle «Kunst am Bau»-Konzepte hinaus. Statt statischer Installationen schaffen wir ein dynamisches System, welches sich den sich wandelnden Bedürfnissen anpassen und beständig neue, künstlerische Inspiration liefert kann. Dieses lebendige Kunstprogramm basiert auf fundamentalen Grundsätzen. Diese Grundsätze bilden dabei unseren methodischen Kompass - sie garantieren Qualität und massgeschneiderte Lösungen bei einer notwendigen Flexibilität. Jeder dieser Punkte ist Ergebnis langjähriger Praxis und reflektierter Erfahrung in der Ausstellungstätigkeit für ein breites Publikum und im  besonderen Umfeld eines grossen Klinikbetriebs. Mit «Kunst im Spital» verknüpfen wir künstlerische Professionalität in einer sensiblen, praxisnahen Umsetzung. 

Das Spital als besonderer Ort
Ein Spital ist ein Mikrokosmos der menschlichen Erfahrung - geprägt von Hoffnung und Sorge, Heilung und Verletzlichkeit. Hier treffen Menschen in existenziellen Lebensmomenten aufeinander: PatientInnen in Ausnahmesituationen, besorgte Angehörige und engagierte Fachkräfte. In dieser einzigartigen Atmosphäre kann Kunst zu einer wichtigen Begleiterin werden, die nicht nur Räume gestaltet, sondern auch emotionale und psychologische Unterstützung bietet. Die klinische Umgebung kann sich durch künstlerische Interventionen in einen lebendigen Ort der Begegnung, der Heilung ganzheitlich fördert, verwandeln.

Die transformative Kraft eines Kunstprogrammes
Unsere langjährige Erfahrung sowie Forschungen in diesem Bereich zeigen, «Kunst im Spital» kann beispielsweise:

  • die Aufenthaltsqualität für PatientInnen verbessern
  • bei erleben von Angst und Stress positiv wirken
  • im besten Fall Heilungsprozesse positiv beeinflussen
  • die Arbeitszufriedenheit des Personals steigern
  • Kommunikation zwischen allen Beteiligten fördern
  • mit gehaltvollen Inhalten, jenseits des Klinikalltags, bereichern
  • den Betrachterinnen und Betrachter ermöglichen, für einen Moment aus dem klinisch-funktionalen Kontext herauszutreten und sich mit anderen Aspekten des Daseins zu verbinden
  • Freude auslösen

 

Grundsätze von «Kunst im Spital» 


Kunst für die Menschen im Spital  
Das Spital ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen, Funktionen, Geschichten und Hintergründen zusammenkommen. Unsere Programm richtet sich bewusst an PatientInnen, Besuchende und Mitarbeitende. Viele von ihnen sehen sich hier mit herausfordernden Situationen konfrontiert. An diesem Ort kann und soll Kunst Themen wie Freude, Ruhe, Geborgenheit, Hoffnung, Leichtigkeit, Positivität, Spiel und Lebensfreude aufgreifen.

Die Zeit vor Ort – in den Kliniken, auf den Abteilungen und mit den Menschen im LUKS – ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir nehmen uns bewusst Zeit für Gespräche, die sich rund um die Kunst ergeben. Wir streben ein lebendiges und gemeinsames Wachsen an und mit dieser Aufgabe an. 

Zusammenarbeit mit professionellen KünstlerInnen  
Kunst ist mehr als Dekoration. Wir arbeiten ausschließlich mit professionellen Künstlerinnen und Künstler zusammen und zeigen inhaltlich wie handwerklich hochwertige Werke. Diese Qualität garantiert eine künstlerische Tiefe, welche über die Form hinausgeht.

Unser Ziel ist es, eine attraktive und interessante Ausstellungsmöglichkeit für professionelle Künstlerinnen und Künstler zu bieten. Dabei spielen die konkreten Rahmenbedingungen einer Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Unser Programm wurde auch mit diesem Fokus entwickelt.

Wir sind selber ausgebildete und professionelle, bildende Künstlerinnen und Künstler. Die Zusammenarbeit mit uns und die Entscheidung für diesen Weg, wurde vom LUKS gesucht und getroffen.

Künstlerische Qualität als repräsentatives Element  
Die öffentlichen Bereiche des Spitals prägen dessen Erscheinungsbild und bilden repräsentative Elemente. Die hier gezeigten künstlerischen Arbeiten reflektieren den Qualitätsanspruch des LUKS.

Kunst hat immer symbolische Ebenen. Im Kontext eines klinischen Umfeld reflektieren künstlerische Arbeiten auch die medizinische und pflegerische Leistung. Indem wir auf Professionalität, Fachkompetenz und Qualität setzen, wird dadurch auch die Arbeitsweise und der Anspruch an die klinische Tätigkeit sichtbar gemacht.

Kunst braucht Vermittlung  
Wir ergänzen die Werke und Ausstellung durch niederschwellige Informationen, wie Anschriften, Postkarten, Filmmaterial und Websitepräsenzen. Für Mitarbeitende organisieren wir Rundgänge, Gespräche sowie direkte Begegnungen mit KünstlerInnen. Wir halten es für essentiell, Bezüge zwischen den Menschen im Spital und dem Werk zu ermöglichen und herzustellen.

Gerade an diesem Ort sind das Schaffen von Zugängen zu Kunst wichtig. Hintergrundwissen zum Werk sowie zur Künstlerin oder zum Künstler, eröffnen durch die ausgestellten Arbeiten einen zusätzlichen Raum und eine tiefe in der Auseinandersetzung. Es kann auf Besonderheiten, Details, Zusammenhänge und im Werk erarbeitete Erkenntnisse hinweisen. Ein Werk kann so zu einem Fenster in eine andere Welt werden.  

Aus einer gesamtgesellschaftlichen Sicht geht es uns auch darum, das Angebot einer Brücke zwischen Kunst und einem breiten Teil der Bevölkerung schaffen zu können. 

Unsere Vermittlungstätigkeit ist zudem ein wesentlicher Faktor für das langfristige Gelingen von «Kunst im Spital»

Einbindung der Mitarbeitenden 
Ein konstruktiver Dialog zwischen den gezeigten Werken und den Betrachterinnen und Betrachtern ist uns bei «Kunst im Spital» wichtig. Eine tiefgreifende Wirkung hat es, wenn Mitarbeitende aktiv in den Prozess eingebunden werden oder in bestimmten Fällen sogar selbst schöpferisch tätig werden können. Dies ermöglicht eine andere Betrachtungsweise – eine erlebende – und führt zu einem tieferen Verständnis. Zudem fördert es die Akzeptanz der konkreten Ausstellung, aber auch von «Kunst im Spital» als Ganzes.

Wir haben verschiedene Formate zur Mitarbeitendenbeteiligung entwickelt und vielfach erfolgreich umgesetzt. Neben Malworkshops sind dies diverse Formen der Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und Mitarbeitenden. Alle diese Formate erfreuen sich grosser Beliebtheit und werden häufig noch sehr lange positiv besprochen. Wichtig ist dabei stets eine Beteiligung in einem kontrollierten Rahmen. Denn am Ende müssen die Arbeiten weiterhin den qualitativen und künstlerischen Kriterien und Ansprüchen entsprechen, die wir mit «Kunst im Spital» definieren und umsetzen. 

Pflege der Werke und Ausstellungen  
Ein Spital ist ein lebendiger Ort mit hoher Frequentierung. Unser Team kontrolliert und pflegt die Ausstellungen regelmässig, um ihre Wirkung über die Zeit zu erhalten. Diese Präsenz ermöglicht es uns auch, auf Veränderungen im Klinikalltag zu reagieren. Gleichzeitig ermöglicht uns diese Nähe, den Alltag im Spital unmittelbar mitzuerleben. So können wir Veränderungen wahrnehmen und Rückmeldungen oder Stimmen aus dem Umfeld in unsere Arbeit miteinbeziehen.  

Lebendigkeit durch Dynamik  
«Kunst im Spital» ist kein statisches Projekt. Durch regelmässige Wechsel, neue Formate und den Dialog mit dem Publikum bleibt es in Bewegung. Auch die Mobilität der Werke selber trägt dazu bei. 

Unser Konzept ist darauf ausgerichtet, eine evolutionäre Entwicklung über das gesamte Programm und über die Zeit hinweg zu ermöglichen.  

Anpassung an die Spitaldynamik  
Kliniken wandeln sich ständig – seien dies Raumnutzungen, bauliche Veränderungen, Wechsel im Team oder Veränderungen in Bedürfnissen. Das Spitalumfeld ist äusserst dynamisch und verlangt Flexibilität. Unsere Ausstellungen sind anpassbar konzipiert – und dies mit geringem Aufwand.  

Kunstprogramm als Forschung  
Wir verstehen «Kunst im Spital» auch als künstlerische Forschungspraxis («Künstlerische Forschung» siehe ganz unten). Durch intensive Auseinandersetzungen mit Werk und Publikum über viele Jahren, entsteht ein umfangreiches, empirisches Wissen. Dieses nutzen wir reflexiv und lassen es in eine wechselseitige Beziehung mit dem Programm als Ganzes und künstlerischen Arbeiten eintreten.

Gleichzeitig wird auch an anderer Stelle zu den Themen Kunst und Gestaltung im Klinikumfeld geforscht. Wir setzen uns aktiv mit diesen Fragestellungen auseinander und kombinieren unsere praktischen Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, um unser Programm stetig weiterzuentwickeln. 

Mit den Werken und Ausstellungen aus dem «Kunst im Spital»-Atelier erforschen wir gezielt bestimmte Fragestellungen und gewinnen dabei systematisch tiefere Einsichten. Diese Erkenntnisse lassen wir kontinuierlich in unsere weitere Arbeit einfliessen. Unser Ziel ist es, fundierte Kompetenzen im Bereich Kunst und Gestaltung in Krankenhäusern zu entwickeln, die der gesamten Komplexität dieser Aufgabe gerecht werden. Die Größe des Projekts, seine öffentliche Sichtbarkeit, die spezifischen Anforderungen des Krankenhausumfelds und die langfristige Ausrichtung machen «Kunst im Spital» zu einem einzigartigen Vorhaben. Dies zeigt sich auch in der Möglichkeit einer ständigen, evolutionären Weiterentwicklung durch Rückmeldungen, Reaktionen und inhaltliche Auseinandersetzungen. 

Bewusstsein für Materialisierung  
Nicht alle Orte im Spital eignen sich für Wechselausstellungen mit Originalarbeiten. Wir ergänzen diese Ausstellungsform sowie Projekte mit direkter Einbindung von Mitarbeitenden, mit hochwertigen Reproduktionen. Dies wirkt sich positiv auf Betrieb und Unterhalt aus. Die Pflege und das Handling der Werke sind einfacher, und Ersatz oder Reparaturen können schnell und ressourcenschonend durchgeführt werden. Darüber hinaus ermöglichen Reproduktionen einen dynamischen Umgang mit Ausstellungsflächen: Ausstellungen können unkompliziert angepasst, verkleinert oder erweitert werden. Auch regelmässige Wechsel sind so einfacher möglichen.   

Attraktive Plattform für KünstlerInnen  
«Kunst im Spital» kann in wesentlichen Teilen nur gelingen, wenn wir interessante und professionelle Künstlerinnen und Künstler für unsere Ausstellungen gewinnen. Da wir selbst Kunstschaffende sind und zudem in den letzten 15 Jahren mit rund 200 Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungen realisiert haben, liegt unser Fokus auch darauf, eine interessante und attraktive Ausstellungsplattform sein zu wollen. Grundsätzlich bemühen wir uns, den Kunstschaffenden möglichst alle organisatorischen und logistischen Aufwände abzunehmen. Die Kunstwerke selbst stellen eine erhebliche Vorleistung dar und verdienen entsprechende Wertschätzung. 

Unser erfahrenes Team und unser umfassendes Know-how in der Umsetzung von «Kunst im Spital“ erlauben uns eine hohe Qualität an den Tag zu legen. In der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern erleben wir immer wieder, wie so ein grosses Vertrauen entsteht und wie diese Professionalität geschätzt wird. Ziel ist es, dass professionelle Künstlerinnen und Künstler auf verschiedenen Ebenen von einer Zusammenarbeit profitieren. 

Förderung eines Kunstverständnisses  
Wir sind Künstlerinnen und Künstler aus Leidenschaft. Aus eigener Erfahrung wissen wir um die Potenziale der Kunst – sowohl im Hinblick auf persönliche Transformation, wie beispielsweise Selbstreflexion und Identitätsbildung, als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Kunst kann hier als Spiegel, Medium der Reflexion oder Mittel aktiver Gestaltung wirksam werden. Kunst ist etwas grossartiges und kraftvolles.

Aus dieser Perspektive betrachten wir «Kunst im Spital» als eine wunderbare Gelegenheit, über Kunst mit einer Vielzahl von Menschen in Kontakt zu treten. Wir sehen darin die Möglichkeit, (vielleicht erste) positive Berührungspunkte mit der Welt der Kunst zu schaffen. Es ist uns ein großes Anliegen, einen Beitrag dazu zu leisten, «Kunst» im Allgemeinen und im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu fördern.

Auch wenn dieses Ziel hoch gesteckt erscheinen mag, entspricht es doch unserem tiefsten Wunsch und unserer intrinsischen Motivation für diese Kunstprogramm. 

Unsere Arbeitsweise ist eine künstlerische
Wir sind bildende Künstlerinnen und Künstler. Daraus ergibt sich eine spezifische Art zu denken, zu arbeiten und nach Lösungen zu suchen – auch im Kontext von «Kunst im Spital». Diese Herangehensweise zeichnet sich durch Eigenschaften wie Kreativität, Experimentierfreude, Forschungsdrang, Originalität und Selbstständigkeit aus. Sie vereint handwerkliche Technikbeherrschung mit Inspiration und Können, ist geprägt von Selbstreflexion, Prozessorientierung und einem hohen Mass an Praxisnähe. 

Inhaltlich spiegelt sich dies in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Themen, gesellschaftlichen Fragestellungen und philosophischen Konzepten wider. Gleichzeitig ist es unser Grundanliegen, kulturelle Reflexion zu fördern und auf verschiedenen Ebenen Denkanstösse zu geben. 

Mit «Kunst im Spital» schaffen wir bewusst keine «Kunst am Bau», sondern ein lebendiges, wachsendes Kunstprogramm. Es kann auf die Menschen und den Ort reagieren – und bleibt doch künstlerisch autonom.  

 

Warum «Kunst im Spital»?  

«Kunst im Spital» im Spitalumfeld erfüllt vielfältige Funktionen, die weit über die reine Gestaltung hinausgehen. Sie wird zu einem wesentlichen Bestandteil des therapeutischen Umfelds und schafft eine Atmosphäre, die Heilungsprozesse unterstützen und das Wohlbefinden aller Beteiligten fördern kann.  

Psychologische und emotionale Unterstützung  
Unsere Arbeit kann im erleben von Ängsten und Stress helfen, indem sie beruhigende und positive, visuelle Reize bietet. Besonders in belastenden Situationen können künstlerische Elemente als emotionale Stütze wirken und Momente der Entspannung und Ablenkung schaffen.

Förderung der Heilung  
Studien zeigen, dass eine ansprechende Umgebung den Heilungsprozess beschleunigen kann. Kunstwerke, die Natur, Harmonie und Geborgenheit vermitteln, können dazu beitragen, dass PatientInnen sich sicherer und wohler fühlen.  

Ablenkung und positive Stimulation  
Kunst kann eine willkommene Ablenkung von Schmerzen, langen Wartezeiten oder monotonen Klinikabläufen bieten. Sie regt die Fantasie an und schafft positive Erlebnisse in einem oft fremden und ungewohnten Umfeld.

Identifikation und Orientierung 
Kunstwerke können Räume prägen, verändern und beeinflussen und ihnen eine eigene Identität verleihen. Sie helfen PatientInnen, Besuchenden und Mitarbeitenden, sich im Gebäude zu orientieren und sich mit dem Ort zu verbinden.  

Soziale Interaktion und Kommunikation  
Kunst schafft Gesprächsanlässe und fördert den Austausch zwischen PatientInnen, Angehörigen und Personal. Sie wird zu einem gemeinsamen Bezugspunkt und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.  

Wertschätzung und Respekt
Eine bewusste, künstlerische Gestaltung vermittelt Wertschätzung gegenüber allen NutzerInnen des Spitals. Sie signalisiert, dass hier nicht nur die medizinische Versorgung, sondern auch das menschliche Wohlbefinden im Fokus steht.  

Kulturelle und ästhetische Bereicherung  
«Kunst im Spital» ermöglicht Begegnungen mit kulturellen Ausdrucksformen und kann das Verständnis für ästhetische Qualitäten fördern. Es kann den Alltag bereichern, bleibende Eindrücke schaffen und kritischen Diskurs begünstigen.  

Förderung von Kreativität und Ausdruck 
Kunstprojekte, die PatientInnen oder Mitarbeitende einbeziehen, ermöglichen kreative Entfaltung und persönlichen Ausdruck. Sie können beispielsweise Selbstbewusstsein stärken, Selbstwirksamkeit erfahrbar machen und neue Perspektiven bieten.  

Langfristige positive Wirkung  
«Kunst im Spital» kann nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Es kann Erinnerungen an den Aufenthalt positiv prägen.

Mitarbeitende im Fokus
Durch die aktive Einbindung von Mitarbeitenden in künstlerische Prozesse und Ausstellungsgestaltung entsteht nicht nur eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre, das LUKS positioniert sich auch als attraktiver und innovativer Arbeitgeber, der das Wohlbefinden seiner Mitarbeitenden aktiv fördert. 

Ein Kunstprogramm wie «Kunst im Spital» kann an einem Ort wie dem Luzerner Kantonsspital ein wesentlicher Teil eines ganzheitlichen Heilungskonzepts sein.

 

Künstlerische Forschung

Künstlerische Forschung ist eine eigenständige Forschungsform, in der künstlerische Praxis und Methoden zur Wissensgenerierung eingesetzt werden. Sie produziert Erkenntnisse durch ästhetische, experimentelle und reflexive Ansätze und grenzt sich damit von klassischer Wissenschaft ab. Von traditioneller Forschung unterscheidet sie sich durch subjektive, sinnliche und experimentelle Ansätze. Sie integriert kreative Prozesse als zentrale Methode der Erkenntnisgewinnung. 

Methoden der künstlerischen Forschung

  • Praxis-basierte Forschung (Practice-Based Research): Das künstlerische Schaffen selbst wird als Forschungsprozess verstanden (Candy & Edmonds, 2018).
  • Reflexive Praxis (Reflective Practice): KünstlerInnen reflektieren ihre Arbeitsprozesse und entwickeln daraus theoretische Erkenntnisse (Schön, 1983).
  • Transdisziplinäre Ansätze: Künstlerische Forschung überschreitet oft Disziplingrenzen und kooperiert mit Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft (Klein, 2010).

 

Quellen

  • Borgdorff, H. (2012). The Conflict of the Faculties: Perspectives on Artistic Research and Academia. Leiden University Press.
  • Candy, L., & Edmonds, E. (2018). Practice-Based Research in the Creative Arts: Foundations and Futures. Palgrave Macmillan.
  • Elkins, J. (2009). Artists with PhDs: On the New Doctoral Degree in Studio Art. New Academia Publishing.
  • Klein, J. T. (2010). Creating Interdisciplinary Campus Cultures: A Model for Strength and Sustainability. Wiley.
  • Schön, D. (1983). The Reflective Practitioner: How Professionals Think in Action. Basic Books.
  • Biggs, M., & Karlsson, H. (2011). The Routledge Companion to Research in the Arts. Routledge.