Muriel Stern
Malereien aus dem Alltag: das Gewöhnliche wird lieblich
Die bildende Künstlerin Muriel Stern wurde 1978 in Zürich geboren. Nach ihrem Studium an der heutigen Hochschule Luzern – Design & Kunst bezog sie ein eigenes Atelier in Luzern und später im Seetal, wo sie noch heute lebt und arbeitet. Seitdem hat sie zahlreiche Kunstprojekte realisiert. Unter anderem war sie 2009 zwei Monate mit dem Wohnmobil der Otto-Pfeiffer-Stiftung unterwegs. Seit 20 Jahren verbringt sie jeden Sommer einen Monat in Südfrankreich. Diese Erfahrung ermöglichten es ihr, die Wärme des Südens malerisch einzufangen.
Muriel Stern ist eine Suchende. Sie findet das Spektakuläre im unscheinbaren Grau des Alltags. In ihrem Schaffensprozess lässt sie sich von wechselnden Lichtverhältnissen, persönlichen Erfahrungen und ihrer individuellen Wahrnehmung leiten. Durch ungewöhnliche Bildausschnitte und Perspektiven interpretiert sie Objekte neu, die sonst unbeachtet bleiben. Dabei spielt die Farbwahl eine zentrale Rolle. Indem sie bestimmte Bildbereiche stärker betont als andere, lenkt sie den Blick des Betrachters. Faszinierend ist auch das Zusammenspiel oft gegensätzlicher Objekte, die sie an verlassenen Orten wie Industriegebieten, Hinterhöfen, Garagen oder Baustellen entdeckt. Ihre Motivation zum Malen ist das Malen selbst. Kein Wunder also, dass ihre Arbeiten leuchten und den Betrachter kraftvoll in ihren Bann ziehen.
Portrait-Bild: Micha Aregger
Weitere Bilder: Silas Kreienbühl
Weitere Infos und Arbeiten von Muriel Stern findet man z.B. auf dieser Website: Jungkunst.ch