«Warum ist Landschaft schön?»
Eine Gruppenausstellung
Mit Arbeiten von: Lorenz Huber, Elmar Bossard, Anja Wicki, Daniela Kienzler, Kurt Hunkeler, Christian Gerber, Corinne Weidmann und Mischa Christen
Das Kunstkonzept «Kunst im Spital» ist nun bereits seit mehr als zehn Jahren am LUKS aktiv. In der Realisation von deutlich über hundert Ausstellungen konnten wir uns ein umfangreiches, empirisches Wissen aneignen und wir können beispielsweise feststellen, Landschaftsdarstellungen sind beliebt. Unsere Arbeit im Spitalumfeld beinhaltet auch das Verfolgen von wissenschaftlicher Forschung in diesem Bereich. Studien zeichnen dabei ein übereinstimmendes Bild. Gegenständliche Kunst, wie beispielsweise Landschaften, können sich im Spitalumfeld sehr positiv auswirken. Bis hin zu einer Verbesserung der persönlichen Situation. Gründe genug, dieses Thema für eine Gruppenausstellung zu wählen.
Zum Einen zeigen wir verschiedene künstlerische Positionen, die sich in unterschiedlichen Formen und Medien in das Themengebiet «Landschaft» einordnen lassen. Die Betrachtenden sind eingeladen, diese Werke einfach zu geniessen. Vielleicht ermöglichen sie es, für einen Moment einzutauchen und emotional positiv aufgeladene Eindrücke und Erinnerungen zu wecken. Im Besten Fall stellen die Arbeiten einen willkommenen Kontrast zur Spitalumgebung dar und bieten eine ästhetische Pause.
Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Herangehensweisen der verschiedenen Künstlerinnen und Künstler, Landschaft ist nicht nur eine physische Gegebenheit, sondern wird durch Wahrnehmung, Gewohnheiten und Kultur geprägt. Oder man könnte fragen: Was genau ist eine Landschaft? Wann genau ist etwas für uns eine Landschaft? Und wann nicht?
Inspiriert ist die Fragestellung «Warum ist Landschaft schön?» von dem Basler Soziologen und Begründer der Promenadologie (Spaziergangswissenschaften) Lucius Burckhardt (1925–2003). Er war unter anderem Hochschullehrer an der Universität in Kassel und inspiriert als interdisziplinärer Denker mit seinen Texten bis heute zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. Die Auseinandersetzung mit seinem Werk ermöglicht, auch im Bezug auf diese Ausstellung, ein konstruktives Hinterfragen der eigenen Wahrnehmung und, wie mit Kunst üblich, potentiell eine persönliche Entwicklung.