«Linie»
Eine Auseinandersetzung mit Raum, Farbe und Strich
Das Kunstprogramm «Kunst im Spital» ist für uns auch eine künstlerische Forschungsarbeit. In mehr als 10 Jahren haben wir mit sehr vielen Mitarbeitenden, PatientInnen und Besuchenden über Kunst geredet. Jedes Jahr bewegen sich deutlich über eine halbe Million Menschen im Luzerner Kantonsspital. Wir haben sehr viele Spitalräumlichkeiten mit Ausstellungen bespielt, viele davon mehrmals. Tausende von Werken haben wir in dieser Zeit auf- und abgehängt. So konnten wir in dieser Auseinandersetzung viel Erfahrung sammeln. Als «Kunst im Spital» Team haben wir damit angefangen, künstlerisch auf ganz vielen Ebenen auf diesen empirischen Schatz zu reagieren.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit grundsätzlichen, gestalterischen Elementen auseinander: Farben, Linien und Bewegungen. Wir möchten damit auf und mit den weissen Wänden spielen. Leicht, unbeschwert und in einer Einfachheit und Klarheit bewegen sich diese Linien auf den weissen Flächen. Es scheint fast, als hätte eine unsichtbare Hand auf diesen grossen Flächen unbeschwert und schwungvoll gezeichnet. Die damit bespielten Flächen sind rechteckig. Anders als bei einem klassischen (rechteckigen) Bild wiederholen wir diese Geometrie mit diesen Werken nicht. Vielmehr wagen wir es, auszubrechen.